#45 Wie geht es unserem Wald X Karin Ott, Kreisforstamt Biberach

Shownotes

Wie geht es dem Wald? Was tut der Forst dafür und was kann jeder von uns tun, damit es dem Wald gut geht. Wie ist das mit Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft?

Welche klimastabilen Baumarten stehen dem Zimmererhandwerk in 10, aber auch 50 Jahren (noch) zur Verfügung? Spielt digitale Technik eigentlich im Wald auch eine Rolle?

Das besprechen wir mit Karin Ott, Leiterin des Kreisforstamtes im Landkreis Biberach.

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00:00:00: Der Wald baut die Kernkompetenz, die wir haben bei uns im Wald.

00:00:02: Wir werden da auch schneller und das ist meistens das was einem so auffällt.

00:00:05: Da werden alte Fichtenbestände geerntet.

00:00:20: Heute zu Gast Karin Ott Leiterin des Kreis Forstamtes im Landkreis Biberach.

00:00:26: Schön dass du da bist!

00:00:27: Es ist schön, dass ich da sein kann.

00:00:29: Erzähl mal wo kommst Du her?

00:00:30: Und wie wird man eigentlich Försterin?

00:00:32: Ich komme aus Biberracht tatsächlich.

00:00:34: Ich bin hier geboren und aufgewachsen.

00:00:37: Försterinnen und Försteren wird man indem man ein Studium abschließt dass man bei uns, wir sind ja ein bisschen noch laufbaren geprägt im Amt.

00:00:45: Und je nachdem ob man sich entscheidet Förster zu werden und draußen Revierleiter zu sein und den Wald tatsächlich zu bewirtschaften, draußen mit Först wird Kollegen oder ob man sagt okay man geht eher in die Leitungsfunktion gibt es zwar verschiedene Möglichkeiten zu studieren einmal bei uns in Freiburg an der Uni oder dann in Rottenburg an der FH oder an der Hochschule.

00:01:06: Und jetzt haben wir in Piberach bei den Zimmerleut, haben wir knapp zehn Prozent Mädels.

00:01:10: Wie ist es im Wald?

00:01:11: Wie ist das im Forst?

00:01:12: Wir sind für zwei zwanzig.

00:01:16: Jetzt ist Forst oder auch Wald für viele vielleicht auch so was ganz romantisches.

00:01:20: So der Förster, die Försterinnen die laufen irgendwie den ganzen Tag im Wald rum machen bunte Punkte auf.

00:01:24: Bäume treffen sich mit dem Jäger und seinem Dackel auf einem Kaffee.

00:01:28: aber so einfach war es sicherlich noch nie und heute erst recht nicht.

00:01:32: also was genau macht man jetzt so als in deinem Fall jetzt oberste Hüterin im Landkreis oder eben generell im Bereich Forst?

00:01:40: Und natürlich die spannende Frage, wie geht es denn dem Wald?

00:01:44: Bei uns sind wir im Kreis Forstamt.

00:01:45: Wir sind zuständig bei uns im Landkreis für alle körperschaftlichen Wälder, also für alle Gemeindewäldern und für den Wald im Privatbesitz.

00:01:52: Also die ja meistens bäuerlich geprägt, also Landwirte, die Wald haben.

00:01:55: Das ist das Privatwald der ist bei uns in der Zuständigkeit.

00:01:58: Jetzt meine Aufgabe als Leiterin im Kreisforstamt, wir sind aufgeteilt die neuen Reviere.

00:02:02: Meine Revierleitokollegen sind draußen unterwegs in diesen verschiedenen Waldbewirtschaftungsformen und kommen sich vor Ort um die Wälder.

00:02:09: Der Wald baut die Kernkompetenz, die wir haben bei uns im Wald.

00:02:12: Und diese Sachen auszugleichen unter Einwägung von verschiedenen Dingen was finanziell ist, was personell ist

00:02:17: usw.,

00:02:18: das läuft bei unserem Vorstand.

00:02:19: Ich habe mal nachgeguckt, Biberach Landkreis hat so zwanzig-zweiundzwanzig Prozent Wald.

00:02:24: Ja

00:02:24: das kommt ungefähr hin ein bisschen mehr.

00:02:26: aber tatsächlich Größenordnung stimmt

00:02:27: und deutschlandweit sind wir glaube so bei zweiunddreißig,

00:02:31: vierunddreißig die

00:02:31: größten Orte.

00:02:32: genau

00:02:32: das deckt sich auch mit dem Bewahlungsprozent des Landes.

00:02:34: Baden-Württemberg

00:02:36: ist aber dann eben ländlicher Raum natürlich auch wird jetzt in anderen Bundesländern natürlich auch anders aussehen.

00:02:41: Also es kommt jetzt je nördlicher wir kommen, wo es dann eher noch landwirtschaftlicher geprägt ist.

00:02:44: Also Wald zieht sich meistens auf die Standorte zurück, die Grenzertragsstandorte sind, wo man keine Landwirtschaft mehr betreiben kann.

00:02:51: und wenn ich gute Böden habe, hab' ich meistens mehr Landwirtschaft und weniger Wald und das hängt so ein bisschen miteinander zusammen.

00:02:57: Deswegen ist auch der Landkreis Biberach im Landeschnitt eher unterdurchschnittlich bewaldet weil wir gute Böhnen haben – gut-landwirtschaftlich nutzbare Böhne!

00:03:04: Jetzt

00:03:05: gehen wir noch mal ein bisschen zu den Aufgaben und natürlich auch so der Frage, wie geht es in unserem Wald?

00:03:09: Also wenn man jetzt die Aufgaben aufzählt ganz klassisch wahrscheinlich Wald pflegen.

00:03:13: Dass er einfach auch so da steht, wie er dastehen soll.

00:03:16: Holznutzung wird ein Thema

00:03:18: sein

00:03:19: Und dann natürlich ganz viel drumherum, aber ein Stück weit auch für eine Privatmensch.

00:03:24: Viele sehen das ja auch als Erholungsgebiet oder?

00:03:26: Genau!

00:03:26: Das sind diese Nutzschutz- und Erholungfunktionen, Klimaschutzfunktion die auch ganz oben ist, die wir zu diesen vier Funktionen die wir als Kreisforstamt in Einklang bringen müssen in der Bewirtschaftung also das Hauptding ist schon Forstwirtschaft betreiben wir auf großen Flächen und da gehört eben ein Ausgleich zwischen diesen Funktionen bitte zu.

00:03:44: Also wir bewirtschaften, wir wirtschaften im Wald was bedeutet das wir da auch einen Ertrag erzielen wollen?

00:03:49: Und dieses wie bewirtschaften wir ist immer jetzt, ja das brauche ich, können wir gucken wie es die letzten zwei Wochen hier mit der Temperatur ausgesehen hat, ist geprägt oder überprägt mit dem Klimawandel was auf unsere Wälder... drauf zukommt.

00:04:03: Weil unser Landkreis ist schon noch stark von der Fichte dominiert, die Hammer hat ihre Probleme, die hat aber auch ihr Daseinsberechtigung.

00:04:10: also das brauche ich dir jetzt auch nicht erzählen.

00:04:12: Ein Brot- und Butterbaum für den Zimmermann natürlich!

00:04:16: Genau.

00:04:16: und den Brotbaum der Forstwirtschaft.

00:04:17: wir leben nämlich auch sehr gut von der von der fichte kommt die bei uns zunehmend an Schwierigkeiten.

00:04:23: Das ist zum einen die hohe Temperatur und zum anderen der fehlende Niederschlag.

00:04:27: Und dann hat sie Trocken Stress mit zu wenig Wasserversorgung und dann kommen Schädlinge wie vor allem der Buchdrucker dann noch dazu, dann stockt bei uns die Fichte auf Standorten.

00:04:36: Auf Böden, wo das Wasser nicht durchzieht.

00:04:41: Einfach sturmanfällig, weil sie nicht so tief furzeln kann.

00:04:44: und das eine führt zum anderen, dass sich Fichte an ihre Probleme oder ein Problem kommt.

00:04:49: Und unsere Aufgabe ist ja wir wollen den künftigen Generation auch wieder Wald weitergeben.

00:04:54: Wie leiten wir einen Umbau ein?

00:04:56: Also wie kommen jetzt von achtzig Prozent Fichte Siebzig Prozent Fichtenanteil in einen Wald, der klimastabil ist und wirtschaftlich erfolgreich bewirtschaftet werden kann.

00:05:06: Buchdrucker vielleicht für alle Borkenkäfer?

00:05:08: Borkenkäfer genau!

00:05:10: So als klassische Baumkrankheit vielleicht auch vom Name her bekannt wie du sagst von der Temperatur Niederschlags.

00:05:16: ich glaube haben die letzten Jahre auch noch andere Themen Eschersterben zumindest in der Presse auch bekannt

00:05:21: oder... Also es ist ein Triebstärben das ist aber Pilz da weiß man nur nicht so ganz genau.

00:05:26: also es gibt Resiliente Einzelbäume gibt es, aber man weiß nicht so ganz genau.

00:05:31: Hat das jetzt mit der Behandlung zu tun?

00:05:32: Ist es besser wenn man sie als junge Bäume beieinander stehen lässt oder soll man sie lieber vereinzeln?

00:05:37: Also die hat das schon.

00:05:38: Das ist ein Pilz wo man die genaue, die Ursache ja, Pilze, aber wir wissen nicht so genau was man dagegen machen kann und... Das ist schon ein bisschen eine Herausforderung in allem.

00:05:46: Und dann kommt es auch wieder, das werden wir heute vielleicht noch öfter haben mit unserem Klimawandel.

00:05:51: Wir müssen ja gucken, dass wir unser Risiko streuen auf verschiedene Baumarten und das fällt uns vielleicht die Fichte aus wegen Buchdrucker oder wegen Trockenstress.

00:05:57: Dann haben wir die Esche, die mit dem Pilz was zu tun hat.

00:06:02: Fleckenkrankheit, der hat da so oder rühst Rindenkrankheit.

00:06:07: Das beim Ahorn, das haben wir schon.

00:06:08: drei Baumarten mit der Eiche müssen ein bisschen gucken.

00:06:10: bei der definiert man nicht mehr die einzelnen Baumarten sondern da spricht man nur noch von einer eichen Komplex-Krankheit weil sie so viele Sachen damit ein bisschen hat.

00:06:17: also geht es dann relativ eng zusammen an einem Baumartenspektrum wo wir sagen können okay und so sehen unsere Wälder der Zukunft aus.

00:06:24: Genau, das wäre jetzt natürlich so.

00:06:25: die folgerichtige Frage.

00:06:26: Die Formulierung wie leiten wir den Umbau ein?

00:06:28: und ich habe auch so einen Satz gefunden wer sicheren Wald anlegen möchte muss auf Vielfalt setzen weil man ja ihr habt die Glaskugel halt am Ende doch nicht im Rucksack aber in fünfzig, sechzig, siebzig, achtzig Jahren muss er trotzdem noch was da sein.

00:06:41: also wo geht bei euch jetzt die Reise hin?

00:06:43: Und ist es jetzt zum Beispiel in Bayern eine ganz andere Richtung wo man vielleicht einschlägt und in der Rheinland-Pfalz dann auch wieder?

00:06:51: Also es ist, wir sind abgestimmt.

00:06:52: Die Forstverwaltungen sind deutschlandweit abgestimmt.

00:06:55: Das geht immer zunächst vom Standort aus.

00:06:57: also was haben wir für Böden?

00:06:58: Welche Baumarten sind potenziell für diese Böde geeignet?

00:07:01: und dann schauen wir das im Detail an und dann guckt man okay dieses Risiko streuen nicht auf eine Baumart oder zwei Baumarten setzen sondern halt auf mehrere.

00:07:10: So wie du es jetzt gerade gesagt hast mit diesem Stabilität durch Vielfalt Für den Landkreis Biberach ist so.

00:07:17: Wir haben bei uns eine Rangehensweise, wo wir sagen okay, wir setzen jetzt zunächst auf heimische Baumarten die wir bisher eher wieder ein bisschen vernachlässigt haben also einen Spitzahorn, eine Einbuche.

00:07:30: So dieses wo man sagt oder die Saugusarten also Mehlbeeren, Elzbeeren und Speierlinge Wo wir wissen, okay das sind heimische Baumarten.

00:07:37: Die können wir einschätzen im Wachstum.

00:07:39: was haben sie für Ansprüche an Spätfrost?

00:07:41: Frühfrost sowas?

00:07:41: Was sind dafür Schädlinge da?

00:07:43: und dass wir dann flankieren sagen und dazu nehmen wir Baumarten bei denen wir wissen die werden bei uns in Baden-Württemberg seit hunderthundfünfzig Jahren angebaut ist die Douglasie eine Roteiche.

00:07:54: Das ist das wo man sagen kann ok da haben wir Erfahrungen damit.

00:07:57: das versuchen wir mit einzubringen und so unser Baumartenspektrum besser aufzustellen oder zu streuen.

00:08:03: zusätzlich nehmen wir mit dazu in Test anbauten, also nicht flächig.

00:08:07: So Sachen wie Baumhasel eine Atlaszeda.

00:08:11: Eine verschiedene Kiefernarten versuchen wir jetzt auch schon mal ein bisschen aus aber nur im Kleinen das Nicht-Bestandes bilden wenn man da nicht genau wissen.

00:08:17: das können wir nicht greifen.

00:08:19: Jetzt plant zwar der Bäume und wir haben einen Produktionszeitraum von mindestens achtzig Jahren.

00:08:25: Also das was wir heute pflanzen ernten unsere Nachfolgegeneration in achtzig in fünfzig, in siebzig.

00:08:32: In achtzig und hundertzwanzig.

00:08:34: Hundertfünfzig Jahren!

00:08:35: Und die Entscheidung jetzt zu treffen und zu sagen... Wir setzen jetzt voll nur auf diese ein- und die fällt uns an aus.

00:08:41: Da ist das Risiko so hoch.

00:08:42: und dann ist es schon so, wir versuchen's mit heimischen vielleicht aus niederen Lagen.

00:08:46: also wir nehmen jetzt bei uns Eskastanien zum Beispiel.

00:08:48: Das war bei uns jetzt nie ein Thema.

00:08:50: Ist aber in der reinen Ebene natürlich ein Thema.

00:08:52: Die liegen da auf zweieinhalb Metern Höhe wie auf sechshundert.

00:08:55: Jetzt nehmen wir Eskastenier und setzen die bei uns.

00:08:58: wenn man davon ausgeht Wenn der Klimawandel so weitergeht Geht's immer, diese Höhenstufen sind immer ein Grad.

00:09:03: Das ist sich zwei Hundert Höhenmeter.

00:09:05: Jetzt geht es bei uns zwei Grad hoch.

00:09:06: Können wir Herkünfte aus vierhundert Meter tieferen Lagen nehmen?

00:09:10: Wir haben jetzt da so irgendwo eine Eskastanie aus der Ortenau nehmen zum Beispiel und die bei unseren setzen.

00:09:15: Und was machen die denn?

00:09:17: Ja eben das ist die Frage.

00:09:18: Die gucken jetzt dann bei sich und gucken nach Frankreich.

00:09:21: Gucken in die Tuscana.

00:09:22: Was wachsen da Flaumeichen zu erreichen So, also so lange man die Auswahl noch haben und noch weiter gucken können.

00:09:28: Das ist schon okay, bloß was machen wir dann irgendwann?

00:09:30: Dann ist es schon die Frage wo das da mal hingeht.

00:09:33: aber jetzt hoffen wir mal das Beste dass wir das nur eingedämmt kriegen auf unsere zwei Grad zweieinhalb Grad Wärmung was schon schlimm genug ist und so.

00:09:42: Aber das ist der Plan der Forstwirtschaft.

00:09:43: Also tatsächlich dass man guckt Schon mit offenen Augen.

00:09:47: Wir haben bei uns die forsterliche Versuchsanstalt in Freiburg Die sich genau mit den Fragen auch beschäftigt Und dann Empfehlungen für uns dann auch raus gibt.

00:09:54: Dementsprechend gehört natürlich Waldpflege, zum Umbau gehörten Pflege.

00:09:58: Meine Kids daheim waren mit der Schule im Wald und haben ein Spruch nach Hause gebracht.

00:10:02: Rot ist Tod und gelb ist Geld.

00:10:05: Was hat das damit aussehen?

00:10:07: Das hat damit zu tun mit der Markierung der Bäume.

00:10:12: Wir haben eine Zielvorstellung wie ein Bestand am Ende aussehen soll lenken den Zuwachs, also was Licht, was Wasser, was Nährstoffverfügbarkeit gibt auf dem besten der Bäume die da stehen und er bekommt einen gelben Punkt.

00:10:27: Und er soll dann am Ende nach hundertzwanzig Jahren auch noch Dastein und Stehen und da dann gefällt werden und da das Geld dann bringen und alles drum rum, dass man während bis diese hundert zwanzig Jahre herum sind wegnimmt als bei einer Durchforzung entnimmt, das kriegt nen roten Querstrich.

00:10:43: Bekommt der Spruch wahrscheinlich zustande.

00:10:47: Und jetzt habe ich tatsächlich auch von euch hier im Landkreis oder von dir ganz konkreten Artikel gelesen, du hast in den digitalisierungsprojekt betreut.

00:10:56: Erzähl mal worum ging es da?

00:10:58: Also das hat jetzt mit dem Borkenkäfer zu tun und dem Buchdrucker.

00:11:03: Wir waren damals – es ist auch bald schon wieder zehn Jahre her – also diese Herausforderung bei uns ist, du musst so schnell wie möglich diesen Buchdrucker erwischen.

00:11:10: Der hatte ein Entwicklungszyklus von acht Wochen Einbohren, Eiablage, Entwicklung der Larve und wieder Ausfliegen aus dem Baum.

00:11:19: Dieses Ausfliegenausenbaum wieder raus muss verhindert werden weil das führt zu einer Massenvermehrung wenn du es nicht unterbindest.

00:11:26: also hat der Förster da draußen ist er sieht dass sich ein Einbord hat.

00:11:29: ach doch Zeit den Baum zu finden zu fällen und aus dem Wald rauszubringen.

00:11:36: Und früher haben wir das gemacht mit Schwarzdruckkarten gedruckt und die Kollegen Forstwirtinnen sind raus draußen rumlaufen, haben einen gefunden.

00:11:44: Haben mit dem rutschlichen roten Kreuzchen hingemacht und haben das dann am Abend im Faustrevierleiter in den Hand drückt und gesagt guckt da ist jetzt hier das muss man aufarbeiten.

00:11:51: der hat es mitgenommen kopiert diesen schwarz Druck auf einem schwarz-weiß Drucker schwarz weiß Kopierer kopiert und hat es am nächsten Tag dem Unternehmer gegeben und eingekringelt wieder und so bitte arbeite ich jetzt das auf.

00:12:03: Das alles war okaylich aber da waren natürlich fehlerdrechtig.

00:12:07: Bei uns kam es dann so zustande, dass wir gesagt haben das kann doch nicht sein.

00:12:10: Wir haben so viele Möglichkeiten.

00:12:12: Echt?

00:12:13: Das muss eine andere Möglichkeit geben als diese Kopiererei und ich hatte einen Studienkollegen der am LGL Landesamt für Geoinformationen und Landentwicklung also in Konwestheim.

00:12:22: den habe ich angerufen und gefragt und er hat gesagt ja sie hätten da gerade was und wir können's nochmal ausprobieren gemeinsam.

00:12:26: Und das haben wir dann gemacht mit fünf Geräten gestartet.

00:12:29: Also fünf Tablets haben wir bekommen.

00:12:31: Der hat uns die Karten zur Verfügung gestellt.

00:12:34: Wir stehen im Wald, machen im Wald am Baum den wir gefunden haben.

00:12:38: Wir wissen ja wo wir sind.

00:12:39: Machen wir mit GPS Signal, machen wir unser Kreuzlein hin.

00:12:42: Der Unternehmer hat zeitgleich die Information bei sich.

00:12:45: Hat das bei sich auf der Maschine kann da hinfahren.

00:12:47: Die Männer oder Frauen die Zugfällen müssen wissen auch genau wo sie sind.

00:12:51: Das geht einfach schneller weil jederzeit gleich diese Informationen hat.

00:12:54: Und es hat angefangen im Langkreis Biberach Mit zwei Forstwirtpartien in zwei Revieren und ist jetzt ein landesweites Programm.

00:13:01: Also macht jetzt ganz banden Birnenberg Auf unsere Ideen.

00:13:05: Das ist ziemlich cool!

00:13:10: Und Wald, GPS?

00:13:12: Man kennt es, wenn man zum Sport unterwegs ist und mit der Genauigkeit das klappt aber mittlerweile.

00:13:16: oder unterstützt ihr da irgendwie noch mit Antennen?

00:13:18: Antennen machen wir nicht mehr.

00:13:19: also das hat man früher tatsächlich gemacht bei Förderflächen wo es darauf angeht dass die Fläche muss genau für eine bestimmte Fläche eine bestimmten Förderung kriegst.

00:13:27: Im Rucksack kann man so eine Antenne mitgeschleppt.

00:13:29: Mittlerweile ist so die Genauigkeit.

00:13:30: bei uns im Wald sind diese zwei zweieinhalb drei Meter Das reicht aus.

00:13:35: Wir haben bei unseren Rückgegasensystemen das alle vierzig Meter erlaubt, dass Maschinen in den Wald reinfahren und wir können ja nicht kreuz und quer fahren.

00:13:42: Wenn wir wissen diese Gasse reingelaufen zwei, drei Meter links oder rechts wird im Gelände markiert.

00:13:48: Der Baum kriegt die Markierung und dann weiß der wohin ist und das passt schon.

00:13:53: Also diese zwei bis drei Meter Abweichung sind hinreichend genau!

00:13:57: Wenn wir zu uns ins Handwerk gucken, das Thema Kreislaufwirtschaft wird natürlich immer relevanter.

00:14:02: Wir bauen im besten Fall Gebäude zurück, verwerten Dinge wieder.

00:14:06: Jetzt ist der Wald ja eigentlich ein seitenarmen Zubringer in diese Kreislauchwirtschaft.

00:14:11: Ich kann es dem Wald nur bedingt wieder zurückgeben oder?

00:14:15: Also

00:14:15: d.h.,

00:14:16: der Wald sichert unseren Kreislauf und im Bestenfalls schafft er das Handwerk, schafft die Branche das irgendwann Jetzt nicht komplett am Laufen zu halten, aber das vielleicht auch der Bedarf.

00:14:27: Der vielleicht weniger werdenden Bäume irgendwo gedeckt ist?

00:14:31: Ist es ein Thema?

00:14:31: also beschäftigt ihr euch mit den Kreislaufwirtschafts?

00:14:35: Wenn wir ehrlich sagen wie ja die ganze Zeit wer hat die Nachhaltigkeit erfunden, das waren wir.

00:14:41: Also dass wir hier nicht mehr nutzen als nachwächst und das ist die Grundlage unseres Handels, die wir draußen im Wald machen.

00:14:48: Wir haben Pläne für alle von uns bewirtschafteten Wälder wo wir wissen wie viel wächst zu im Jahr.

00:14:53: Und wie viel von diesem Zuwachs nutzen wir?

00:14:56: Wir nutzen nicht über dem Zuwach.

00:14:58: Das ist dieser Nachhaltigkeitsgedanke, der zieht sich bei uns besonders stark durch alles was wir machen.

00:15:06: Bei uns heißt am Ende Deutschland oder ihr könnt das für euch unterschreiben in Deutschland funktioniert es?

00:15:13: In der Forstwirtschaft funktioniert so genau.

00:15:15: Wenn wir über die Landesgrenzen gucken... Wissen wir vielleicht auch nicht.

00:15:20: Ich hoffe, dass es überall so ist aber ich weiß es nicht.

00:15:24: Kann das für uns sagen?

00:15:25: Kann das bestätigen, dass er so ist und dass wir da nachgucken?

00:15:30: Heißt

00:15:30: aber auch weil wenn man ja jetzt ganz privat manchmal im Wald rum spaziert denkt oh Gott!

00:15:34: Jetzt haben sie wieder die ganze Fläche abgeholzt der halbe... also in Anführungszeit der halben Wald ist schon weg.

00:15:40: Aber das ist ein Empfindensding wahrscheinlich.

00:15:42: Und das

00:15:43: fällt natürlich sehr ins Gewie oder optisch halt sehr auf vielleicht.

00:15:46: Und es ist tatsächlich so, wir werden da auch schneller und das ist meistens das was einem so auffällt.

00:15:52: Da werden alte Fichtenbestände geerntet, werden da geholt.

00:15:56: Und immer in diesem Anbetracht dessen dass wir gucken die Alten ins hohe Risiko einwachsenen Bestände nutzen eher sie einer zufälligen Nutzung als Käfer oder Sturm zum Opferfallen.

00:16:10: Das bedeutet schon Wir werden unsere Umtriebszeiten Wie lange soll der Baum stehen?

00:16:17: Also es war bei uns bisher, also wir haben jetzt neue Vorgehensweise.

00:16:22: Bei uns in der Bewirtschaftung war immer so bis vor dieser Klimawandel zweitdurchschlägt waren es hundertzwanzig Jahre bei der Fichte.

00:16:31: Die bei uns Landkreis B gebracht die Fichte sollen hundert zwanzig jahre alt werden.

00:16:35: Acht oder dreißig Meter hoch, neun oder dreizig Meter hoch und achtzig Zentimeter dick!

00:16:39: So da sind wir jetzt weg weil jeder Meter Höhenzuwachs alles was sechsundzwanziger Meter überschreitet wächst ins hohe Risiko, ins Sturmrisiko rein.

00:16:47: Also erhöht exponentiell das Risiko dass der fällt und wir erhöhen damit dann die Gefahr, dass durch diese Trockenheit, die Trockenresistenz, der Trockenstress erhöher wird, der Buchdrucker angreifen kann.

00:17:01: Und jetzt versuchen wir mit dem wir unsere Waldbaulichen Behandlungen umstellen, dass wir sagen okay.

00:17:05: Wir müssen gucken das wir für die Sägeindustrie fürs Handwerk Holz produzieren mit dem ihr auch was anfangen könnt.

00:17:10: Das heißt ein Pz.

00:17:12: also wir müssen pz Stärke produzieren.

00:17:13: Fünfzig Zentimeter, also Profil sehr spahner Holz, fünfzig Zentmeter Brusthöhen durchmessen mit einem Meter dreißig Höhe.

00:17:19: Also sowas diese fünftig Zentimeter.

00:17:21: Fünfe fünfzig sechzig im guten Fall aber diese fünfzig sicher.

00:17:24: Dass ihr damit etwas anfangen könnte und der Waldbesitzer was verdient?

00:17:29: Und das guckt man jetzt indem man die Umtriebszeit kürzer macht.

00:17:32: Also das heißt, wir brauchen nicht mehr für diese fünfzig oder für diese achtzig Zentimeter hundertzwanzig Jahre sondern wir gucken also in siebzig, achtzig Jahren mindestens diese fünfzig Zentimeter haben.

00:17:43: Das bedeutet wie gehen früher rein in die Durchforschtung?

00:17:46: Also lenken den Zuwachswasser-Nährstoffe früher auf dem Einzelbaum nehmen mehr raus, wer rote was in der Folge ist und es sieht dann natürlich schon so aus als würden wir mehr rausnehmen.

00:17:57: aber der Zuwachst bleibt da gleiche deshalb nur auf diesem Einzelbaum.

00:18:00: Und dann haben wir, wenn man das sagt, der halbe Wald ist weg.

00:18:04: Man macht es natürlich räumlich geordnet.

00:18:06: Also man nimmt mal einen Streifen weg, pflanzt da andere Baumarten an wo man denkt okay der Standard war jetzt ganz schlecht für die Fichte und da setzen wir um in Eiche oder in was anderes Klimastabiles.

00:18:17: Wenn du sagst, Waldbesitzer wer jetzt selber Wald hat.

00:18:20: Vielleicht mancher soll sie auch vererbt bekommen und jetzt nicht so richtig weiß ja was mache ich mit meinem Hektar?

00:18:25: Das wäre schon viel Wald wahrscheinlich für einen Privatmann.

00:18:28: aber das ist jetzt noch eine Empfehlung.

00:18:29: also wenn ich jetzt irgendwie zu weit komme oder in der Familie höre wird es Wald und irgendwie kümmert sich keiner drum.

00:18:34: wie funktioniert es?

00:18:35: Also das erste ist bei uns gucken wir als Revierleiter anrufen mit dem Revier- leitenden Termin ausmachen die kommen raus.

00:18:42: Die Beratung ist kostenlos.

00:18:43: da kann man mit den Kollegen draußen unterwegs sein.

00:18:47: Der guckt sich die ganze Sache an, was man machen kann.

00:18:50: Was man machen sollte und müsste vielleicht auch.

00:18:53: Und stimmt es mit dem Revierlater ab?

00:18:54: Aber das ist erst wenn man sogar keine Ahnung von Waldbewirtschaftung hat.

00:18:58: Wenn man es erbt und dann halt kriegt.

00:19:00: Das ist das erste Mal.

00:19:01: mit einem Revierlatekontakt aufnehmen.

00:19:03: Das heißt aber die wenigsten werden das auch privat selber umtreiben.

00:19:06: so ein Wald,

00:19:06: oder?

00:19:06: Es gibt schon.

00:19:07: Also es ist schon wenn man so bisschen Spaß dran hat und sein Brennholz selber machen will und so... Da gibt's schon welche!

00:19:11: Und dann haben wir noch einen alten Schlepper vom Opa und dann probiert man das nur selber.

00:19:14: Also klar, da gibt's ja noch welche.

00:19:16: Aber meistens ist, wenn es wirklich an körperliche anstrengende Arbeiten geht und Forstwirtschaft darf man nicht vergessen, ist ein gefährlicher Beruf.

00:19:26: also diese Bäumefällen, wenn Unfälle passieren sind sie wirklich tragisch und dann muss man schon wissen, was man tut.

00:19:33: Also da einfach raus in der Motorsäge irgendwas ummachen das ist dann auch ein bisschen leichtsinnig.

00:19:38: Und jetzt nicht nur als Waldbesitzer.

00:19:40: wenn jeder von uns jetzt eine gute Sache für den Wald tun kann?

00:19:43: Was wäre das denn?

00:19:45: Nur eine gute Sache!

00:19:47: Drei!

00:19:47: Das sind mehr.

00:19:48: Dann haben wir Auswahl.

00:19:50: Ich glaube es ist... Wir müssen gucken dass wir Dinge aus Holz nutzen anstatt also dieses ganze Anstatt rohölbasierte dinge dass wir sagen okay, wir setzen tatsächlich darauf dass wir Materialien aus Holz verwenden das wird tatsächlich gucken.

00:20:07: Dass wir mehr Fahrrad fahren und unseren CO-Ausschuss einfach runterfahren.

00:20:12: Das ist dieses ganze was wir ein Stress über diese Klimaerwärmung verursachen, dass wir das einfach zurücknehmen.

00:20:19: Ich glaube am Ende es kommt nicht nur im Wald zu Gute sondern dann am ende uns allen.

00:20:23: Und was uns ja auch gut tut, wenn man guckt und das ist jetzt denke ich nicht nur hier im Biberach.

00:20:27: Das Thema Nachwuchsarbeit in Anführungszenen also nachwuchs auch den Kinder so wie mein Kitz mit ihnen den Wald nehmen zeigen Stiefwort Waldpädagogik macht der glaube ich relativ viel.

00:20:37: Ja, das stimmt!

00:20:38: Also wir haben bei uns eine Waldpäderogen die sich genau um die jüngere Generation, um die nachwachsende Generation kümmert.

00:20:47: Wir machen viel in Grundschulen, haben ein bisschen einen Schwerpunkt auf weiterführende Schulen wo wir dann sagen, okay du kannst auch konkret Dinge die du was er sich in im Biologie Leistungskurs machst.

00:20:58: Kannst du tatsächlich draus?

00:20:59: Was hat das für Auswirkungen?

00:21:00: Warum machen wir das?

00:21:01: Was ist da los?

00:21:01: Das können wir jetzt dabei haben.

00:21:03: ein paar Kooperationen und es ist schon so'n Ziel man lernt erstes Wert schätzen wenn man's kennt.

00:21:09: Man kann auch drücksicht drauf nehmen wenn man weiß dass man darauf rücksicht nehmen kann.

00:21:13: Und was wird's mal auch so bisschen sozusagen das eigene Handeln abschätzen kann?

00:21:18: Dinge so oder so mache und einfach diese Möglichkeiten aufzeigen.

00:21:21: Ich glaube, das ist ganz wichtig auch für junge Menschen und die haben auch Spaß dran also das Wissen zu wollen.

00:21:26: Du hattest

00:21:27: ja auch ganz klassische Öffentlichkeitsarbeit denke ich auch dazu.

00:21:30: Seine auch relativ aktiv habe ich schon gesehen?

00:21:31: Ja unser Instagram!

00:21:35: Da hab' ich drei ganz tolle Kollegen, die sich da drum kümmern.

00:21:37: Also das ganze Haus ist dabei aber es sind drei Kollegen Ja, da auch Spaß dran haben und ich finde es gut.

00:21:44: Wir müssen ein bisschen rausgucken oder gucken, dass wir aus dieser Blase herauskommen.

00:21:49: Wir sind schon ein bisschen so forstgeprägt also ich ja auch... Ich fahre sofort in meine Forstwirtschaft und in meinen... Oh ja, ich unterhalte mich mit meinen grünen Kollegen!

00:21:55: Und wir müssen... drum bin ich jetzt auch heute da!

00:21:57: Ein bisschen raus aus diesem ganz Grün und den Horizont auch öffnen.

00:22:02: Hey wer sind wir denn?

00:22:03: Was machen wir denn

00:22:03: alles?!

00:22:04: Und wir sind nicht nur die, die da mit dem Dackel durch einen Wald latschen und hier fröhlich Farbe an die Bäume schmieren sondern mir machen echt gute Sachen

00:22:11: Und wichtige Sachen für die nächsten Generationen, weil man hinterlässt ja dann auch was.

00:22:15: Man sieht gar nicht so richtig, was man da eigentlich...

00:22:17: Was man da aushaltet?

00:22:18: Ja.

00:22:20: Vielleicht ein bisschen zum Ende einfach aus einer so spannende Frage um das abzurunden.

00:22:24: Was ist denn dein Lieblingsbaum?

00:22:26: Mein Lieblungsbaum ist tatsächlich die Esche!

00:22:28: Okay.

00:22:29: Also die hat zwar ihre Probleme, aber das ist so eine... Ich hab daheim ein Aschenholz-Tisch.

00:22:34: Die finde ich wunderschön!

00:22:36: Manchmal ist sie vielleicht bisschen zu gerade und zu wenig Maserung oder zu wenig Verspieltheit und zu wenige hier und schon.

00:22:41: Aber ich find es schön diesen Olivkern den er dann hat.

00:22:44: Das ist meine Lieblingsbauwart.

00:22:47: Dann kann ich nur sagen vielen Dank dass du da warst.

00:22:50: Spannender Einblick.

00:22:53: wie geht's dem Wald?

00:22:55: müssen wir jetzt in fünfzig Jahren vielleicht noch mal quatschen, wie es dann so im Biberach aussieht.

00:22:59: So der Vergleich und sage natürlich Dankeschön an der Stelle fürs Dasein!

00:23:04: Sehr gerne!

00:23:05: Hört wieder rein beim Richtfest verpasst keine Folge, sendet uns eine Nachricht an die E-Mail unten in den Show Notes und folgt uns in den sozialen Medien und natürlich dem Kreis Forstamt im Bibarach.

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